Rotes Licht und Nahinfrarotlicht (NIR) werden häufig in der Photobiomodulation eingesetzt, da beide zur selben Kategorie der Niedrigenergie-Lichttherapie gehören und ähnlichen Zwecken der Gesundheitsförderung und Regeneration dienen. Die Hauptunterschiede beschränken sich auf zwei wesentliche physikalische Eigenschaften: Sichtbarkeit und Eindringtiefe.
Sichtunterschied
Der erste Unterschied besteht darin, ob das Licht für das menschliche Auge sichtbar ist. Rotes Licht liegt im sichtbaren Lichtspektrum, ist also während der Anwendung deutlich erkennbar und erscheint typischerweise als rotes Leuchten. Nahinfrarotlicht hingegen ist für das menschliche Auge unsichtbar und erzeugt daher während der Anwendung keinen sichtbaren Lichteffekt. Trotz dieses Unterschieds basieren beide Lichtarten auf demselben allgemeinen therapeutischen Prinzip.
Eindringtiefendifferenz
Der zweite wesentliche Unterschied liegt in der Eindringtiefe in den Körper. Nahinfrarotlicht dringt tiefer in das Gewebe ein als rotes Licht. Rotes Licht wirkt in der Regel eher auf die oberflächlichen Hautschichten, während Nahinfrarotlicht tieferliegende Strukturen unter der Haut erreicht. Dieser Unterschied in der Eindringtiefe ist der Hauptfaktor, der ihren jeweiligen Anwendungsbereich bestimmt.
Abgesehen von Sichtbarkeit und Eindringtiefe gelten Rotlicht- und Nahinfrarotlichttherapie hinsichtlich ihres grundlegenden Wirkmechanismus als im Wesentlichen gleich, und viele Geräte kombinieren beide Wellenlängen, um eine breitere Abdeckung zu erzielen.